Archiv für November 2010

Gründe für SAP / ABAP im Programmierprojekt

Dienstag, 23. November 2010

Im nächsten Semester meines Wirtschaftsinformatik-Studiums an der DHBW-Mosbach haben wir ein Programmierprojekt, in dem wir entweder mit ABAP in SAP oder mit Java-Servlets bzw. Java Server Pages eine Webanwendung entwickeln sollen. Folgende Gründe sprechen für die Wahl von SAP / ABAP als Programmiersprache:

  1. Mit ABAP haben wir deutlich mehr praktische Erfahrung als mit Java Server Pages, die wir nur kurz in der Vorlesung angesprochen haben und nur ein einfaches Beispiel gesehen habe. Die Einarbeitungszeit in ABAP ist dadurch wesentlich kürzer.
  2. In SAP erhält man eine vollständig eingerichtete Entwicklungsumgebung. Dagegen muss man die Java-Tools erst konfigurieren, sich Gedanken machen, wie mit mehreren Benutzer gleichzeitig dasselbe Projekt bearbeitet werden kann und wie man Konflikte beim gleichzeitigen Bearbeiten einer Datei von zwei Personen vermeidet.
  3. Programmiert man mit Java, muss man zuerst eine Datenbank installieren, welche bei SAP schon vorhanden und eingerichtet ist.
  4. Beim Abrufen der Datenbank wird in SAP Open SQL verwendet. SAP findet bei Open SQL Fehler schon während der Syntaxüberprüfung und vermeidet dadurch Laufzeitfehler.
  5. Zum Veröffentlichen der Java Server Pages im Internet wird ein Servlet-Container wie z.B. Apache Tomcat benötigt. Dieser kann nicht auf einem einfachen Webspace installiert werden sondern benötigt einen eigenen Server, wodurch monatliche Kosten entstehen. Die preiswerteren Server sind mit Linux ausgestattet. Es ist in diesem Fall sinnvoll, gute Kenntnisse in diesem Betriebssystem zu haben. Bei SAP erhalten wir dagegen ein fertig konfiguriertes System.
  6. Für die Datensicherungen im SAP sind nicht wir sondern der Betreiber verantwortlich. Bei Java ist dies jedoch Aufgabe der Studenten.
  7. Innerhalb des SAP-Systems gibt es Unmengen an Funktionsbausteinen, die in den Anwendungen verwendet werden können. Bei Java können über Libaries auch weitere Funktionen ergänzt werden. Diese Libaries müssen jedoch erst heruntergeladen und in das Projekt eingebunden werden, wohingegen die SAP Funktionen direkt verfügbar sind.
  8. Laut Informationen in der Lernplattform Moodle gibt es für die SAP-Gruppen Unterstützung von zwei Dozenten, während die Java-Gruppen nur von einem Dozent betreut werden.
  9. In vielen Unternehmen befindet sich das ERP-System SAP im Einsatz. Deshalb sind die Kenntnisse aus der Umsetzung mit SAP hilfreicher als das Know-How, das man durch die Verwendung von Java erhält.

VPnotifier – Vorlesungsplan Benachrichtigungen für die DHBW Mosbach

Sonntag, 21. November 2010

Bei der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach (DHBW Mosbach) werden die Vorlesungspläne pro Monat als PDF-Datei online gestellt. Aufgabe der Studenten ist dann, regelmäßig in den Dateien zu schauen, ob eine Aktualisierung vorhanden ist.

Da ich nicht ständig selbst nach neuen Vorlesungsplänen schauen wollte, habe ich mir gedacht, dass diese Arbeit auch ein Computer erledigen kann. Daraus entstanden ist das Projekt VPnotifier (Vorlesungsplan notifier). VPnotifier ist eine kleine Webanwendung, die alle 5 Minuten die Liste der Vorlesungsplänen der DHBW Mosbach abruft und bei Änderungen die Benutzer benachrichtigt, die den jeweiligen Kurs abonniert haben. Dadurch muss man nicht ständig in den Plänen nachschauen sondern nur noch regelmäßig die E-Mails abrufen.

Hi,

der Vorlesungsplan des Kurses wi08a wurde
am 21.11.2010 um 20:30:00 Uhr aktualisiert.
http://pollux.ba-mosbach.de/cmos_extern_kurs_ext/wi08a-2010-45.pdf
http://pollux.ba-mosbach.de/cmos_extern_kurs_ext/wi08a-2010-49.pdf

Viele Grüße,
VPnotifier

http://julm.de/VPnotifier/

Wer Interesse an den Benachrichtigungen hat, kann sich unter http://julm.de/VPnotifier/ bei VPnotifier anmelden. Wenn ihr mit VPnotifier zufrieden seid oder Anregungen habt, könnt ihr dies gerne in meinen Blog schreiben oder mir per E-Mail mitteilen.

Laptop als erweiterter Desktop / Multi Monitor

Sonntag, 14. November 2010

Mit meinem 23,6 Zoll Monitor habe ich für die meisten PC-Anwendungen genügend Platz auf dem Bildschirm. Trotzdem gibt es Situationen, in denen vorübergehend etwas mehr Platz ganz praktisch wäre. Da ich mir keine zweiten Bildschirm auf den Schreibtisch stellen wollte, habe ich gedacht, dass man vielleicht den Laptop als eine Art erweiterten Bildschirm verwenden könnte.

Zuerst bin ich auf die Software MaxiVista Dual Monitor gestoßen. Mit dieser Software ist es möglich, den Laptop wie einen richtigen zweiten Bildschirm, der an der Grafikkarte angeschlossen ist, zu verwenden. Die Fenster lassen sich zwischen beiden Monitoren hin- und herschieben, so dass man bequem damit arbeiten kann. Ein Nachteil ist jedoch, dass 29,95 € Lizenzgebühren fällig werden. Vorab kann man eine Demoversion 14 Tage lang bzw. für 50 Programmstarts nutzen.

Auf der Suche nach einer kostenlosen Alternative bin ich auf Input Director gestoßen. Input Director bietet keinen erweiterten Desktop sondern ermöglicht es, Maus und Tastatur für zwei Computer oder Laptops zu nutzen. Man kann zwar wie bei einem erweitertem Desktop die Maus vom einen Bildschirm zum nächsten bewegen, jedoch sind auf jedem Bildschirm nur die Anwendungen verfügbar, die auf dem jeweiligen PC installiert sind.  Die Synchronisation der Zwischenablage ist ebenfalls möglich.

Ich habe mich für Input Director entschieden. Zuerst habe ich den Laptop per WLAN mit dem Netzwerk verbunden. Dabei sind aber immer wieder Sprünge bei der Mausbewegung aufgetreten. Per Netzwerkkabel war dagegen eine flüssige Bedienung möglich.

Mit Multi Monitor kann ich nun z.B. auf dem Laptop eine Anleitung anzeigen und meinen Hauptbildschirm zum Programmieren verwenden. Brauche ich den zweiten Bildschirm nicht, kann ich den Laptop einfach aufräumen und ich habe wieder freien Platz auf meinem Schreibtisch.

1blu installiert vServer nach technischen Problemen neu

Montag, 01. November 2010

Montag vor einer Woche war mein virtueller Server von 1blu ab ca. 0 Uhr nicht mehr erreichbar. Sowohl das Einloggen per SSH als auch ein Ping auf den Server blieben erfolglos.

Über Twitter erhielt ich folgende Auskunft:

Nach einem Sicherheitsupdate sind zwei Systeme unerwartet noch im File-Check. Ihr Server sollte bald wieder erreichbar sein.

Abends um 18.33 Uhr meldete Sich 1blu dann wieder per E-Mail:

Sehr geehrte/r Frau/Herr Michel,

wir bedauern sehr, dass es seit heute Morgen zu Einschränkungen bei der
Erreichbarkeit Ihres 1blu-vServers kommt.

Routinemäßig  hatten wir beim Host-System Ihres vServers ein wichtiges
Sicherheitsupdate eingespielt.  Leider wurde nach dem Reboot aus bisher
unbekannten Gründen erhebliche Defekte am Dateisystem festgestellt, wodurch
das Host-System auch nach mehreren Versuchen nicht wieder reaktiviert
werden konnte.

Nachdem unsere Technik sämtliche Optionen geprüft hat, ist leider ein Umzug
Ihres vServers auf ein neues Hardware-System erforderlich. Dieses System
wird derzeit bereits aufgesetzt und steht  Ihnen in Kürze zur Verfügung.
Wir werden Sie selbstverständlich per E-Mail darüber informieren.

Zwischenzeitlich möchten wir Sie bitten, Ihre Backup-Dateien
bereitzuhalten, um anschließend Ihre Daten wieder einspielen zu können. Der
Festplattenplatz, der Ihnen im Rahmen unseres Features „100-Prozent-FTP-
Backup“ zur Verfügung steht befindet sich selbstverständlich auf einem
anderen Host-System und ist daher nicht betroffen.

Selbstverständlich lassen unsere Techniker nichts unversucht, auch die
aktuellen Daten des betroffenen Server-Systems zu sichern. Diese werden wir
Ihnen ggf. im FTP-Ordner /altedateien zur Verfügung stellen.

Wir bedauern die beschriebenen Umstände außerordentlich und möchten uns für
die entstandenen Unannehmlichkeiten ausdrücklich bei Ihnen entschuldigen.

Mit freundlichen Grüßen

1blu AG
Stromstrasse 1-5
D-10555 Berlin

http://www.1blu.de

Vorstand
Johann Dasch
Aufsichtsrat
Hans Rudolf Kunz (Vorsitz)
Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
HRB 100262 B

Das waren für mich keine guten Aussichten. Noch dazu kommt, dass ich so eine E-Mail schon einmal bei einem Webhosting Paket von 1blu erhalten habe. Dort waren auch alle Daten verlorgen, lediglich die MySQL Datenbanken blieben erhalten, da sie auf einem anderen Server liefen.

Ich habe mich dann kurzfristig entschieden, den Virtual Server Linux L 4.0 von Hosteurope zu bestellen und den 1blu-vServer zu kündigen. Ich bestellte um 21:12 Uhr und schon um 21:43 hatte ich die E-Mail im Posteingang, die mich über die erfolgreiche Einrichtung informierte. Ich konnte gleich meine DNS Einstellungen ändern und meine Backups einspielen.

Bei 1blu dauerte es bis 21:39 Uhr, bis die Neuinstallation abgeschlossen war, also wesentlich länger als die Neubestellung bei Hosteurope.

Fazit: Ich werde 1blu nicht mehr weiterempfehlen, andere Webhoster können preislich inzwischen ähnliche Tarife anbieten und sind vermutlich zuverlässiger.