Archiv für die Kategorie ‘Studium’

Im Studium: Informationstechnologie im Jahr 2004

Sonntag, 30. Januar 2011

Wir schreiben das Jahr 2011: Die Informationstechnologie entwickelt sich weiterhin rasant weiter, so dass ständig neue Maximalgrößen und Geschwindigkeitshöchstwerte erreicht werden. Das bedeutet auch, dass sich die Beschäftigten in diesem Bereich ständig mit den neuen Technologien auseinander setzten müssen.

Zu diesen Beschäftigen sollen auch bald wir Wirtschaftsinformatik-Studenten gehören. Wenn ich aber die Unterlagen meines Dozenten in der Vorlesung “IT-Management” anschaue, bezweifle ich doch stark, dass wir dafür gut ausgebildet werden.

Hier ein Auszug aus den Unterlagen des Dozenten:

Auffällig war für mich der Hinweis “Stand 2004″. Gibt es hier wirklich keinen Fortschritt, so dass es für uns Studenten ausreichend ist, solche alten Werte zu lernen? Doch, den Fortschritt gibt es!

Die Maximalgröße eines “DLT“s beträgt zur Zeit nicht mehr 320 GB/Tape sondern 800 GB/Type, mit Kompression sogar 1600 GB/Tape (siehe http://www.quantum.com/Products/Media/DLTtape/Index.aspx).

Auch die Geschwindigkeit bei den “LTO” hat sich stark erhöht. Statt 1000 MB/min mit Datenkompression werden heutzutage Geschwindigkeiten von 280 MB/s mit Datenkompression, also 16 800 MB/min erreicht (siehe http://lto.org/technology/roadmap.html). Die heutige Geschwindigkeit beträgt demnach das 16-fache von der Geschwindigkeit in den Unterlagen des Dozenten.

Da stelle ich mir doch ersthaft die Frage, warum wir Dozenten an der DHBW Mosbach haben, die 7 Jahre lang ihre Unterlagen nicht aktualisieren, obwohl wir einen so starken technologischen Fortschritt haben. Gibt es keine besseren Dozenten? Schließlich führen solche veralteten Informationen doch dazu, dass später im Unternehmen falsche Entscheidungen getrofen werden, wenn man im Studium nicht die aktuellen Werte lernt…

Warum ich doch Java gewählt habe

Montag, 13. Dezember 2010

Unter Gründe für SAP / ABAP im Programmierprojekt habe ich geschrieben, welche Vorteile SAP / ABAP in unserem Programmierprojekt im Studium bietet. Grund für diesen Blog-Eintrag war, dass es letztes Jahr mehr Java als SAP Gruppen gegeben hat und ich etwas gegen wirken wollte.

Ich selbst habe mich für Java entschieden, da ich in Java wesentlich erfahrener bin und es zu den meisten Punkten aus dem ursprünglichen Blog-Eintrag auch einen Java-Vorteil gibt, wenn man die Punkte anders betrachtet. Diese Vorteile möchte ich hier erläutern:

Zu 1.

Mit ABAP haben wir deutlich mehr praktische Erfahrung als mit Java Server Pages, die wir nur kurz in der Vorlesung angesprochen haben und nur ein einfaches Beispiel gesehen habe. Die Einarbeitungszeit in ABAP ist dadurch wesentlich kürzer.

Während wir nur zwei Semester Vorlesungen zu ABAP hatten, haben wir drei Semester lang Java programmiert und dazu mehr Vorlesungen gehabt. Außerdem habe ich mit VPnotifier bereits ein richtiges Projekt mit Java Server Pages umgesetzt, während es bei der ABAP Webprogrammierung nur bei den Übungen in der Vorlesung geblieben ist.

Zu 2.

In SAP erhält man eine vollständig eingerichtete Entwicklungsumgebung. Dagegen muss man die Java-Tools erst konfigurieren, sich Gedanken machen, wie mit mehreren Benutzer gleichzeitig dasselbe Projekt bearbeitet werden kann und wie man Konflikte beim gleichzeitigen Bearbeiten einer Datei von zwei Personen vermeidet.

Das Arbeiten im Team lässt sich sehr leicht durch Versionskontrollsysteme wie Subversion koordinieren, wo ich nur ein neues Repository für das Java Projekt einrichten muss. Zwar fällt beim Einrichten der Entwicklungsumgebung mehr Aufwand an, dafür kann man aber lokal entwickeln, ohne eine Internetverbindung zum SAP Server herzustellen.

Zu 3.

Programmiert man mit Java, muss man zuerst eine Datenbank installieren, welche bei SAP schon vorhanden und eingerichtet ist.

Siehe 2.: Entwickeln ohne Internetverbindung

Zu 4.

Beim Abrufen der Datenbank wird in SAP Open SQL verwendet. SAP findet bei Open SQL Fehler schon während der Syntaxüberprüfung und vermeidet dadurch Laufzeitfehler.

O-R-Mapping durch Hibernate stellt eine Abstraktionsschicht zur Datenbank dar, wodurch Objekte ohne Verwendung von SQL persistent gespeichert werden. Dies ermöglicht eine schnellere Entwicklung, da für das Speichern der Java Objekte keine eigenen Funktionen programmiert werden müssen.

Zu 5.

Zum Veröffentlichen der Java Server Pages im Internet wird ein Servlet-Container wie z.B. Apache Tomcat benötigt. Dieser kann nicht auf einem einfachen Webspace installiert werden sondern benötigt einen eigenen Server, wodurch monatliche Kosten entstehen. Die preiswerteren Server sind mit Linux ausgestattet. Es ist in diesem Fall sinnvoll, gute Kenntnisse in diesem Betriebssystem zu haben. Bei SAP erhalten wir dagegen ein fertig konfiguriertes System.

Durch die Verwendung eines Open Source Servers kann die fertige Anwendung auf einem eigenen Server und unter eigener Domain betrieben werden. Bei SAP ist dies nicht so leicht durchführbar, da hierfür Rechte in SAP benötigt werden, über die nur die SAP Systemadministratoren, nicht aber wir Studenten als Entwickler, verfügen.

Zu 6.

Für die Datensicherungen im SAP sind nicht wir sondern der Betreiber verantwortlich. Bei Java ist dies jedoch Aufgabe der Studenten.

Woher weiß ich, dass auf dem SAP System Datensicherungen durchgeführt werden? Schließlich ist es kein System, mit dem eine Firma produktiv arbeitet. Dagegen kann ich mir sicher sein, dass ich über Backups verfüge, wenn ich automatisiert mein Subversion Repository an einen anderen Ort kopiere. Zudem ist auf jedem Rechner der Teammitglieder durch das lokale Entwickeln eine aktuelle Version verfügbar.

Zu 7.

Innerhalb des SAP-Systems gibt es Unmengen an Funktionsbausteinen, die in den Anwendungen verwendet werden können. Bei Java können über Libraries auch weitere Funktionen ergänzt werden. Diese Libaries müssen jedoch erst heruntergeladen und in das Projekt eingebunden werden, wohingegen die SAP Funktionen direkt verfügbar sind.

Möglicherweise gibt es in Java genauso viele oder noch mehr Funktionsbausteine. Entscheidend ist die Anzahl der Libraries, die der Entwickler kennt. Bei mir ist dies ein klares Kriterium für die Java-Welt.

Zu 8.

Laut Informationen in der Lernplattform Moodle gibt es für die SAP-Gruppen Unterstützung von zwei Dozenten, während die Java-Gruppen nur von einem Dozent betreut werden.

Java ist auf der Liste der beliebtesten Programmiersprachen auf den vorderen Plätzen, während ABAP nur einen geringen Anteil der Stimmen erhalten hat. Deshalb ist davon auszugehen, dass es im Internet wesentlich mehr hilfreiche Tutorials zu Java als zu ABAP gibt.

Zu 9.

In vielen Unternehmen befindet sich das ERP-System SAP im Einsatz. Deshalb sind die Kenntnisse aus der Umsetzung mit SAP hilfreicher als das Know-How, das man durch die Verwendung von Java erhält.

Ob mehr Java oder ABAP Entwickler gesucht werden, kann ich nicht sagen. Betrachtet man die Anzahl der Suchergebnisse von Google dazu, erhält man ebenfalls widersprüchliche Angaben (Stand 12.12.2010):

  • Java Developer: Ungefähr 37.600.000 Ergebnisse
  • ABAP Developer: Ungefähr 429.000 Ergebnisse
  • Java Entwickler: Ungefähr 375.000 Ergebnisse
  • ABAP Entwickler: Ungefähr 482.000 Ergebnisse

Zusammenfassend ist zu sagen, dass es zu jedem SAP-Vorteil bei anderer Betrachtungsweise auch einen Vorteil für Java gibt. Welche Sprache für ein Projekt besser geeignet ist, muss deshalb individuell, Abhängig von der Problemstellung und vom Know-How der Entwickler entschieden werden.

Gründe für SAP / ABAP im Programmierprojekt

Dienstag, 23. November 2010

Im nächsten Semester meines Wirtschaftsinformatik-Studiums an der DHBW-Mosbach haben wir ein Programmierprojekt, in dem wir entweder mit ABAP in SAP oder mit Java-Servlets bzw. Java Server Pages eine Webanwendung entwickeln sollen. Folgende Gründe sprechen für die Wahl von SAP / ABAP als Programmiersprache:

  1. Mit ABAP haben wir deutlich mehr praktische Erfahrung als mit Java Server Pages, die wir nur kurz in der Vorlesung angesprochen haben und nur ein einfaches Beispiel gesehen habe. Die Einarbeitungszeit in ABAP ist dadurch wesentlich kürzer.
  2. In SAP erhält man eine vollständig eingerichtete Entwicklungsumgebung. Dagegen muss man die Java-Tools erst konfigurieren, sich Gedanken machen, wie mit mehreren Benutzer gleichzeitig dasselbe Projekt bearbeitet werden kann und wie man Konflikte beim gleichzeitigen Bearbeiten einer Datei von zwei Personen vermeidet.
  3. Programmiert man mit Java, muss man zuerst eine Datenbank installieren, welche bei SAP schon vorhanden und eingerichtet ist.
  4. Beim Abrufen der Datenbank wird in SAP Open SQL verwendet. SAP findet bei Open SQL Fehler schon während der Syntaxüberprüfung und vermeidet dadurch Laufzeitfehler.
  5. Zum Veröffentlichen der Java Server Pages im Internet wird ein Servlet-Container wie z.B. Apache Tomcat benötigt. Dieser kann nicht auf einem einfachen Webspace installiert werden sondern benötigt einen eigenen Server, wodurch monatliche Kosten entstehen. Die preiswerteren Server sind mit Linux ausgestattet. Es ist in diesem Fall sinnvoll, gute Kenntnisse in diesem Betriebssystem zu haben. Bei SAP erhalten wir dagegen ein fertig konfiguriertes System.
  6. Für die Datensicherungen im SAP sind nicht wir sondern der Betreiber verantwortlich. Bei Java ist dies jedoch Aufgabe der Studenten.
  7. Innerhalb des SAP-Systems gibt es Unmengen an Funktionsbausteinen, die in den Anwendungen verwendet werden können. Bei Java können über Libaries auch weitere Funktionen ergänzt werden. Diese Libaries müssen jedoch erst heruntergeladen und in das Projekt eingebunden werden, wohingegen die SAP Funktionen direkt verfügbar sind.
  8. Laut Informationen in der Lernplattform Moodle gibt es für die SAP-Gruppen Unterstützung von zwei Dozenten, während die Java-Gruppen nur von einem Dozent betreut werden.
  9. In vielen Unternehmen befindet sich das ERP-System SAP im Einsatz. Deshalb sind die Kenntnisse aus der Umsetzung mit SAP hilfreicher als das Know-How, das man durch die Verwendung von Java erhält.

VPnotifier – Vorlesungsplan Benachrichtigungen für die DHBW Mosbach

Sonntag, 21. November 2010

Bei der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach (DHBW Mosbach) werden die Vorlesungspläne pro Monat als PDF-Datei online gestellt. Aufgabe der Studenten ist dann, regelmäßig in den Dateien zu schauen, ob eine Aktualisierung vorhanden ist.

Da ich nicht ständig selbst nach neuen Vorlesungsplänen schauen wollte, habe ich mir gedacht, dass diese Arbeit auch ein Computer erledigen kann. Daraus entstanden ist das Projekt VPnotifier (Vorlesungsplan notifier). VPnotifier ist eine kleine Webanwendung, die alle 5 Minuten die Liste der Vorlesungsplänen der DHBW Mosbach abruft und bei Änderungen die Benutzer benachrichtigt, die den jeweiligen Kurs abonniert haben. Dadurch muss man nicht ständig in den Plänen nachschauen sondern nur noch regelmäßig die E-Mails abrufen.

Hi,

der Vorlesungsplan des Kurses wi08a wurde
am 21.11.2010 um 20:30:00 Uhr aktualisiert.
http://pollux.ba-mosbach.de/cmos_extern_kurs_ext/wi08a-2010-45.pdf
http://pollux.ba-mosbach.de/cmos_extern_kurs_ext/wi08a-2010-49.pdf

Viele Grüße,
VPnotifier

http://julm.de/VPnotifier/

Wer Interesse an den Benachrichtigungen hat, kann sich unter http://julm.de/VPnotifier/ bei VPnotifier anmelden. Wenn ihr mit VPnotifier zufrieden seid oder Anregungen habt, könnt ihr dies gerne in meinen Blog schreiben oder mir per E-Mail mitteilen.

Fehler in Klausur-Aufgaben vermeidbar?

Freitag, 09. April 2010

Letztes Semester hatten wir bereits eine Klausur, in der die Aufgabenstellung einfach mit einem “und” aufgehört hat. Wenn sowas zum ersten Mal passiert, denkt man sich ja noch, dass sowas nicht so oft vorkommt.

Allerdings war dieses Semester wieder so eine Sache, diesmal in VWL. Dort gab es eine Aufgabe 1a, aber keinen b- oder gar c-Teil. Jetzt könnte da ja einfach nur das “a” reingerutscht sein, jedoch gab es für die Aufgabe 1 insgesamt 24 Punkte, das sind ungefähr ein viertel aller Punkte der Klausur. Und man musste dort keinen Text schreiben oder gar einen Zusammenhang erklären, sondern einfach nur 4 Begriffe nennen. Für 4 Begriffe 24 Punkte, macht 6 Punkte pro Begriff? Das ist dann doch etwas viel, also gehen wir hier davon aus, dass es wohl doch einen b-Teil hätte geben sollen.

Ist es denn so schwierig, eine Klausur ohne Fehler zu stellen? Vielleicht sollten die Dozenten sich einfach mal die Mühe machen und ihre Klausur von einem Kollegen durchlesen lassen. Schließlich müssen wir Studenten ja auch immer alles richtig machen in unseren Projektarbeiten usw.

Mein Blog

Samstag, 03. April 2010

Nachdem ich mir schon länger eine eigene Homepage erstellen wollte, habe ich mir heute mal etwas Zeit genommen und diesen Blog installiert. Ich werde hier, sofern ich nicht von meinen Plänen abweiche, über mich, mein Studium und meine Hobbys schreiben bzw. bloggen.

In der nächsten beiden Wochen dürfte es aber noch etwas ruhiger sein, da nach Ostern meine Klausuren für mein Wirtschaftsinformatik-Studium beginnen. Insgesamt sind 10 Klausuren zu schreiben, für die ich jetzt noch fleißig lernen darf. Wer genau wissen will, über welche Themen die Klausuren gehen, findet unter http://pollux.ba-mosbach.de/cmos_extern_kurs_ext/wi08s-2010-13.pdf meinen Vorlesungsplan, in dem auch meine Klausuren eingetragen sind.

Jetzt wünsche ich allen noch viel Spaß beim Lesen meines Blogs, und dann ist der erste Artikel auch zu Ende.