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Erste Erfahrungen mit Amazon S3 (Simple Storage Service)

Samstag, 26. Februar 2011

Unter dem Namen Amazon Web Services (AWS) bietet Amazon verschiedene Cloud-Dienste an. Einer der Dienste ist Amazon S3 (Simple Storage Service). Dabei handelt es sich um einen Speicherservice, mit dem Daten in der Cloud gespeichert werden können.

Um Amazon S3 nutzen zu können, ist erst eine Anmeldung notwendig. Hierbei kann das bestehende Amazon-Benutzerkonto, mit dem man sonst Bücher und sonstige Artikel kauft, verwendet werden. Nach der Anmeldung kann Amazon S3 direkt genutzt werden. Zum Speichern von Daten ist es notwendig, ein oder mehrere Buckets zu erstellen. In diese Buckets werden die Daten Key-Value-basiert abgelegt. Darunter versteht man, dass jede Datei eine eindeutige Bezeichnung (Key, entspricht dem Dateinamen) und einen Value (entspricht dem Inhalt) erhält.

Ansicht eines Amazon S3 Buckets mit mehreren Dateien

Die Daten in Amazon S3 sind standardmäßig nur für den Benutzer sichtbar, der sie hochgeladen hat. Sie können jedoch auch als Public gekennzeichnet werden, wodurch jeder darauf zugreifen kann. Um Daten, die nicht public sind, anderen Nutzern zu Verfügung zu stellen, kann auch ein temporärer Link generiert werden. Hierbei wird der URL für die Datei ein Zugriffs-Key sowie ein Datum angehängt, das angibt, wie lange die Datei erreichbar sein soll. Dieses Datum wird mit einem Secret-Key signiert, so dass Amazon überprüfen kann, ob das Datum nicht verändert wurde. Diese Technik nutzt beispielsweise der Bilder-Service Twitpic, um die Bilder aus Amazon S3 verfügbar zu machen.

Vorteilhaft an Amazon S3 ist im Vergleich zu anderen Speicher-Diensten, dass keine Grundgebühr anfällt sondern nur für die Daten gezahlt werden muss, die gerade gespeichert sind. Jeder Nutzer kann kostenlos 5GB Daten ablegen und erhält jeweils 15GB ein- und ausgehenden Traffic. Danach fallen folgende Kosten an:

  • Speicher: $0.14 pro GB und Monat
  • Eingehender Traffic: $0.10 pro GB
  • Ausgehender Traffic: $0.15 pro GB

Ich persönlich nutze Amazon S3 für die Backups meines virtuellen Servers. Dazu kopiere ich in den nächtlichen Cronjobs das Backup über das Tool s3cmd zu Amazon S3. Das ganze läuft sehr zuverlässig und man kann auch große Dateien problemlos sichern. Wer sensible Daten speichert, besteht die Möglichkeit, diese über s3cmd zu verschlüsseln.